//Der Jordaan Amsterdam
Der Jordaan Amsterdam2018-03-22T22:50:56+00:00

Jordaan Amsterdam

Der Jordaan Amsterdam

Eine der schönsten Gegenden in Amsterdam ist der Jordaan. Man spaziert entlang der Grachten über kleine Brücken und vorbei an blumigen Hinterhöfen. Diese Gegend besitzt nicht nur Highlights, sie ist ein einziges Highlight. Man entdeckt einzigartige kleine Boutiquen, extravagante Kunstgalerien und außergewöhnliche Geschäfte. Jedes Restaurant oder Café, an dem man vorbeigeht, hat seinen eigenen individuellen Charme und lädt zum Verweilen ein. Die Straßen und kleinen Gassen sind nach Blumen oder Bäumen benannt und man findet wunderschöne Giebelhäuser von außergewöhnlicher holländischer Architektur.

Insidertipp!

Den besten Apfelkuchen in Amsterdam findet man im Winkel 43 direkt neben der schönen Norderkerk. Montags und Samstags finden hier auch tolle Märkte statt, die einen Besuch wert sind.

Coen

Hier findet man das wahre Amsterdam

Der Jordaan Amsterdam ist das im Volksmund wohl meist besungene Viertel in ganz Holland. Seinen romantischen Charme findet man in vielen Liedern und Gedichten. Will man das wahre Amsterdam sehen, wird man hier fündig. Nicht nur wegen der holländischen Grachtenhäuser und Kanäle. Die Bewohner werden liebevoll “Jordanezen” genannt und viele, die hier geboren sind, bleiben. Neben Familien lebt ein bunter Mix aus Künstlern, Studenten und Young Professionels im Jordaan. Traditionelle holländische Cafés mit leckeren Bitterballen und Appeltaart (Apfelkuchen) gibt es an jeder Ecke. Und wer einen Abend mit holländischen “Levenslied” (Lebenslied) verbringen möchte, kann dies z.B. im Cafe Noll tun (Westerstraat 109).

Sehenswertes im Jordaan Amsterdam

Eines des bekanntesten Museen Amsterdams – das Anne Frank Haus – wartet im Jordaan darauf, entdeckt zu werden. Man kann einen Besuch hier wunderbar mit der direkt daneben gelegenen Westerkerk verbinden. Die Norderkerk befindet sich am Noordermarkt. Die Kirche selbst ist reizvoll und auf dem Vorplatz findet montags ein Second Hand Markt statt. An Samstagen kann man hier auf einem Bauernmarkt biologische Produkte kaufen. Schon Rembrandt soll auf dem Noordermarkt eingekauft haben. Im Sommer sieht man auf den Grachten des Jordaans viele kleine Boote und Tretboote, die man mieten kann. Außerdem legen hier direkt vor dem Anne Frank Haus regelmäßig Grachtenfahrten ab. Aber allein ein Spaziergang durch dieses wunderschöne Viertel ist ein absolutes Highlight.

Die Geschichte des Jordaan Amsterdam

Die Gründung

Im 17. Jahrhundert platzte Amsterdam bedingt durch Landflucht und Immigration aus allen Nähten. Für die Industrie wurde darum ein neues Arbeiterviertel errichtet, der Jordaan. Zu Beginn waren die Lebensumstände der Bewohner nicht schlecht. Vor allem Handwerker, die beim Bau der Stadt halfen, zogen hierher. Der Name Jordaan stammt bedingt durch die französischen Einwanderer entweder vom französischen Wort le Jardin (der Garten) ab oder aber vom Fluss Jordaan, der aus der Bibel stammt, da die Einwanderer das liberale Amsterdam ohne Religionsverfolgung als eine Art gelobtes Land ansahen.

Armenviertel Jordaan

Privatbesitzer nahmen viel Geld damit ein, kleine Häuser aus billigem Material zu vermieten. Dadurch entwickelte sich das Viertel durch die zunehmende Bevölkerungsanzahl zu einer ärmlichen Gegend mit Slums und zu vielen Bewohnern in winzigen Wohnungen. Die Kanäle waren so verschmutzt, dass sie ein großes Gesundheitsrisiko darstellten. Immer wieder kam es zur Ausbreitung von Seuchen. Um 1900 lebten in dem kleinen Viertel 80.000 Menschen zu erbärmlichen Bedingungen.

Sozialer Brennpunkt

Immer wieder kam es, bedingt durch die schlechten Lebensbedingungen, zu Aufständen im Jordaan. 1886 fand der “Aalaufstand” statt. Zu dieser Zeit war es ein beliebter Wettkampf unter Männern, als Erster einen über die Gracht gespannten Aal herunterzureißen. Als die Polizei kam, um diesen Wettkampf zu unterbinden, entwickelte sich ein tagelang andauernder Konflikt zwischen Polizei und Bewohnern, der 25 Menschen das Leben kostete. In 1917 fand der “Kartoffelaufstand” statt. Bewohner plünderten hier – bedingt durch eine Hungersnot wegen des ersten Weltkrieges – Marktstände und ein Schiff, das mit Kartoffeln beladen war. Und auch während der Weltwirtschaftskrise kam es durch die Armut der im Jordaan lebenden Menschen zu Kämpfen mit Polizei und Militär.

Der Jordaan heute

Nach dem 2. Weltkrieg wurde überlegt, den Jordaan abzureißen. Er war als sozialer Brennpunkt verrufen und seine Bewohner galten als Kriminelle und Trinker. Mit der Neugestaltung der Stadt Amsterdams in den 70er-Jahren wurde der Jordaan aber von Grund auf saniert und traditionell erhalten. Heute zählt er zu einem der teuersten und beliebtesten Wohnviertel der Stadt.  

Informationen rund um den Jordaan

Westlich des Grachtengürtels formen die Lijbaansgracht, die Brouwersgracht, die Prinsengracht und die Passeerdersgracht den Jordaan.

Vom Hauptbahnhof Amsterdams aus, dem Amsterdam Centraal, kann man den Jordaan einfach zu Fuß erreichen.

Die Parksituation in dieser Gegend ist äußerst schwierig und teuer. Darum macht es Sinn, ohne Auto zu kommen.  

Jordaan Amsterdam

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