Der Sarphatiepark in Amsterdam

Inmitten eines der aufregendsten Stadtviertel Amsterdams, der Pijp, liegt der kleine, aber wirklich feine Sarphatiepark. Mit seinem prächtigen, englischen Landschaftsstil zählt er zu einem der schönsten Parks in Amsterdam. Der Besucher kann über kleine Brücken wandern und dem Geplätscher der Springbrunnen lauschen. Auf den Grünflächen wachsen Wildblumen, blühende Kräuter und Beerensträuche. Das Gras wird im Sommer an vielen Stellen oft nicht gemäht, um so viel Natürlichkeit wie möglich zu bewahren. Dadurch entstehen Brutplätze für Vögel und ein idealer Lebensraum für Schmetterlinge und Insekten. Die Bewohner der Pijp lieben ihren Sarphatiepark. Meist ist er sehr gut besucht mit Spaziergängern, Picknickern, Sportlern und Hundebesitzern mit ihren vierbeinigen Freunden.  

Insidertipp!

Holländer lieben hausgemachte Pommes Frites und einer der besten Pommes Läden befindet sich nicht weit vom Sarphatiepark in der Ceintuurbaan 113-115. “Fries uit Zuid/Par Hasard” macht leckere Pomes Frites, die man mit einem Weinchen am Counter genießen oder in den Park mitnehmen kann

Nicole

Der turbulente Bau des Sarphatieparks

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts platzte Amsterdam aus allen Nähten. Aus diesem Grund baute die Stadt das Arbeiterviertel die Pijp und den damit geplanten Sarphatiepark. Samuel Sarphatie war hierbei die treibende Kraft. Heute noch ist ihm ein großes Denkmal in der Parkmitte gewidmet und der Park trägt seinen Namen. Während des Parkbaus traten einige Kompikationen auf. So musste die Parkfläche erhöht werden, da der Boden zu feucht war. Zu dieser Zeit zählten die Niederlande noch als Malariagebiet und der wässrige Grund stellte einen potenziellen Anziehungspunkt für die Fliegen dar. Auch die umliegenden Bewohner waren nicht glücklich über den Bau, da ihnen das Grundwasser entzogen wurde. Durch die Erhöhung und durch den Einsatz eines neuen Pumpensystems wurde der Boden trockener und diese Probleme konnten gelöst werden.

Ein geschichtsträchtiger Ort

Samuel Sarphatie war jüdischer Abstammung. Während des zweiten Weltkrieges wurde der Name der Parks aus diesem Grund von den Nazis in Bolland Park umbenannt, nach dem holländischen Philosophen Gerard Bolland. Dieser ging konform mit dem deutschen Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel und erschien den deutschen Besatzern wegen der nationalsozialistischen Rassenlehre als passender. Auch die Statue Sarphaties im Parkdenkmal wurde entfernt. Direkt nach Kriegsende 1945 wurden diese Änderungen wieder rückgängig gemacht und Sarphatie an seinen Platz mit Namensrecht zurückgebracht.

Informationen rund um den Sarphatiepark

Vom Museumsplein mit seinem Rijksmuseum, Van Gogh Museum und Stedelijk Museum ist es ein etwa 10-minütiger Spaziergang zum Sarphatiepark.

Auch die Heineken Experience ist nur 3 Minuten entfernt, weshalb man diese beiden Attraktionen wunderbar miteinander verbinden kann.

Der Albert-Cuyp-Markt liegt ebenfalls in der Pijp und befindet sich direkt neben dem Park. Hier kann man sich mit Picknick-Leckereien eindecken und diese anschließend im Park schlemmen.